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Für unsere Kita haben wir einen Hygieneplan erstellt. Nachzulesen unter: Hygieneplan

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Kita „Tatütata“ eröffnet

Neuer Kindergarten und Krippe als Übergangslösung in den Häusern der Klinik aus dem TT von Lucia Frei

Trostberg. Dort, wo sonst das Martinshorn der Krankenwagen und der Rettungshubschrauber zu hören sind, mischen sich jetzt auch Kinderstimmen darunter. „Tatütata“ heißt die neue Kindertagesstätte an der Klinik Trostberg,

die am 1. September ihren Betrieb aufgenommen hat. 39 Kinder können hier in einer Kindergarten- und in einer Krippengruppe betreut werden. Bei den neu gestalteten Räumen in einem der Klinikhäuser handelt es sich um eine Übergangslösung. Die Stadt plant derzeit eine neue Kita in der Nähe, ebenfalls auf der Siegerthöhe, und eine weitere Kita an der Heinrich-Braun-Straße in Trostberg. Am Mittwochnachmittag fand eine kleine Feierstunde zur Eröffnung statt. „Ich freue mich, wenn ich Kinder hier im Klinikbereich sehe“, sagte Elisabeth Ulmer, Vorstandsmitglied der Kliniken Südostbayern AG. Sie bedankte sich für die Initiative der Stadt, eine Kindertagesstätte auf der Siegerthöhe zu

errichten. „Denn das ist auch für unsere Mitarbeiter wichtig. Kinderbetreuung gehört bei einem attraktiven Arbeitgeber dazu.“

Die Stadt Trostberg hatte aktiv werden müssen, weil der Bedarf an Betreuungsplätzen in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist und laut Prognosen weiter steigen wird – nicht nur bei den Mitarbeitern der Klinik.

In die Kita auf der Siegerthöhe sollen nach dem Motto „kurze Beine, kurze Wege“ auch Kinder aus den benachbarten Ortsteilen gehen wie aus Oberfeldkirchen oder Nunbichl. Mit der Klinik fand die Stadt einen Partner für die Immobilie, und die Trägerschaft hat der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) übernommen.

Bürgermeister Karl Schleid und Ulmer bedankten sich auch bei der AWO für die Zusammenarbeit. AWO- Kreisgeschäftsführer Edmund Niederlöhner zeigte sich erfreut, „dass wir frühzeitig das Personal bekommen haben“. Denn Erzieherinnen zu finden, ist heutzutage nicht einfach. Das Netzwerk des AWO-Kreisverbands, der zehn Kitas im Landkreis Traunstein betreibt, war hier nützlich.

Sechs Erzieherinnen werden sich fortan um die Kinder kümmern – drei in jeder Gruppe. Der erste Kindergartentag startete erst einmal mit einer reduzierten Kinderzahl. Auch in der Krippe kamen stundenweise nur zwei bis drei Kinder mit ihren Mamas zur Eingewöhnung. Aber in der kommenden Woche soll das Haus schon voll werden. Bis auf zwei Kindergartenplätze sind bereits alle belegt.

Die gelbe Gruppe mit 14 Krippenkindern–das jüngste wird erst im Oktober ein Jahr alt – ist in sonnengelb gestrichenen, kreativ eingerichteten Räumen untergebracht. Im Schlafraum daneben stehen grüne und gelbe Bettchen für den Mittagsschlaf bereit. Es müsse sich aber nicht jedes Kind mittags hinlegen, sagt die Leiterin der Kita, Sonja von Rosen. Man richte sich ganz nach den Wünschen der Eltern.

In der grünen Gruppe haben 25 Kindergartenkinder jede Menge Platz. Sehr beliebt dürfte der „Forscherraum“ sein:  Hier haben die Kinderbeste Sicht auf den landenden Hubschrauber. In einem Leiterwagen, der im „Forscherraum“ parkt, befinden sich allerlei Utensilien.

„Damit gehen wir jeden Freitag in den Wald“, erklärt Sonja von Rosen. An den ersten Tagen habe man mit den Kleinen auch schon die Umgebung der Kita erkundet und dabei Pferde und Kühe beobachtet. Die Kita soll für die Gruppen teiloffen sein; das bedeutet, dass sich die Kleinen und die Größeren zwischen 10 und 11Uhr gegenseitig besuchen und gemeinsam auf dem Gang oder im Garten spielen können. Es fördere die Sozialkompetenz, wenn sich die älteren Kinder auch mal um die Jüngeren kümmern, erklärt die Leiterin.

Bei der Führung durch die Kita-Räume zeigten sich die Gäste – darunter auch Stadträte aller Fraktionen und Zweite Bürgermeisterin Marianne Penn – begeistert von den Kindermöbeln und auch von den Spielgeräten im Außenbereich. Bürgermeister Schleid erinnerte daran, dass die Beschaffung der Einrichtung während der Corona-Krise zeitlich sehr eng gewesen sei – sozusagen mit „Tatütata“. Aber zum Glück sei vor dem Start des Kindergartenjahres noch alles eingetroffen. Standortdirektorin der Klinik Trostberg, Petra Kalina, fügte hinzu, dass man im Frühjahr den Garten noch ein bisschen grüner gestalten wolle.